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!!! Besetzung in Essen !!!

Ein seit Jahren ungenutztes Gelände der Thyssen Krupp AG in Essen wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag, den 28.7., besetzt. Die ausgerufene „Rä.P.U.B.L.I.K“ protestiert hiermit gegen verbreiteten Leerstand und fehlende Möglichkeiten zur Entwicklung einer kreativen und unkommerziellen Kultur.

Das Essener Jugendbündnis unterstützt mit der Bürgerinitiative Bärendelle zusammen die Solidaritätsbekundung in der Nähe des besetzten Geländes (Wiese gegenüber des LIDL an der Haedenkampstr. 81).

Kommt alle sofort vorbei, um Euch mit den Besetzern solidarisch zu zeigen!

Unten findet Ihr die Pressemitteilung der Besetzer. Weitere Infos findet Ihr vorerst unter

Rat der RÄ.P.U.B.L.I.K.

( Räume für Politik Ungewissheit Bedingungslose Liebe Ideologiekritik und Kunst )

„ Wir wollten ein Gelände schaffen, das den Austausch von Wissen fördert.“

(Dr. Ekkehard Schulz, Vorsitzender der Thyssenkrupp AG)

Wir haben das auf dem Hügel gelegene Gelände, sowie die darauf befindlichen Gebäude, in Besitz genommen. Wir haben dafür gute Gründe und können Versprechen, dass die Liegenschaften bei uns besser aufgehoben sind, als beim bisherigen Besitzer, der Thyssenkrupp AG.

„Die RÄ.P.U.B.L.I.K. – Ein innenstadtnahes Gelände wird aus seinem Brombeerdornenschlaf geweckt.” (Jacqueline Stauder, trend-barometer RUHR)

Wir bitten den vormaligen Eigentümer, um schnellstmögliche Schlüsselübergabe, sodass eine angemessene Nutzung des Geländes möglich wird. Dazu zählt auch die Einrichtung einer regulären Versorgung mit Elektrizität, Wasser und sanitären Anlagen.

Nach jahrelangem Leerstand und notdürftiger, instandhaltender Bautätigkeit des bisherigen Besitzers möchten wir auf dem Gelände „Räume für Politik Ungewissheit Bedingungslose Liebe Ideologiekritik und Kunst“ (kurz: RÄ.P.U.B.L.I.K.) errichten. Die auf dem Gelände vorhandenen Gebäude und Freiflächen bieten dafür die ideale Infrastruktur.

„Ein Geschenk der Krupp Stiftung an ALLE!” (Prof. Dr. T. Klaus, Präsident der kunstpolitischen Gesellschaft)

Wir bitten die größte Einzelaktionärin von Thyssenkrupp, die Krupp Stiftung, uns zu unterstützen. In der Vergangenheit hat die Krupp Stiftung 55 Millionen Euro für den Neubau des Folkwang Museums zur Verfügung gestellt. Unsere sozial-künstlerischen Vorhaben dürften mit einem Bruchteil realisierbar sein. Ein Gruß geht zudem an die IG Metall, die sich bereits während der Besetzung der des ehem. DGB-Gebäudes in Essen 2010 solidarisch zeigte.

„Gentrifizierung: nein – Urbanisierung: ja“ (J. Stiepermann, blakultur.tv)

Wie aus dem Masterplan von ThyssenKrupp und der Stadt Essen ersichtlich (http://www.krupp-guertel.de), ist für die von uns übernommene Fläche vorerst keine Nutzung geplant. Auch ist aus dem Masterplan ersichtlich, dass eine gemeinnützige, öffentliche, künstlerische oder soziale Nutzung an keiner Stelle des Masterplans angedacht ist. Zwar soll die „beispielhafte Aufwertungsgeschichte Altendorfs” fortentwickelt werden, jedoch ist an keiner Stelle die Rede davon Flächen gemeinnützigen Initiativen für ihre Zwecke zu überlassen. Falls seitens Thyssen-Krupps, sowie der ebenfalls in Altendorf stark bautätigen, quasi-städtischen Allbau AG, ein Interesse daran bestehen sollte das Quartier auch zu einem Ort kritischer Auseinandersetzung, Zusammenarbeit, Solidarität und Lebensfreude zu machen, dann sollte Ihnen unsere Aktion gerade gelegen kommen.

„Es kommt selten so gut wie erhofft, aber auch selten so schlimm wie befürchtet.”(Gerhard Cromme, Aufsichtsratsvorsitzender Thyssenkrupp AG)
Ein kritischer Gruß geht in Richtung Kreativquartier City-Nord, dem wir einen gemeinnützigen Entwurf zur Seite stellen wollen.

Unsere Aktion orientiert sich am „Freiraum Manifest der Kampagne AFFE (Aktion für Freiräume in Essen)“, die wir bitten, für uns die weitere Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen.

„Als mögliche Vorbilder bzw. Nutzungsanregungen sei genannt: Die ehemalige Maschinenbaufabrik Kampnagel in Hamburg, in seit 1982 internationale und zeitgenössische darstellende Kunst präsentiert, seit 1993 firmierend unter Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH. Die Fabrikgebäude wurden sukzessive mit dem Erfolg der Veranstaltungen renoviert und sind vielseitig zu nutzen.“ Masterplan Krupp Gürtel, krupp-gürtel.de

„Jetzt kommt es darauf an, was wir und alle anderen daraus machen. Das wird spannend.“

(Adolphe Labonte, Arbeitsdirektor Thyssenkrupp AG)

Kontakt: 015237094530/015129080644

Markt der Möglichkeiten

Am Samstag, 10.5., veranstaltet die Bürgerinitiative Bärendelle einen Markt der Möglichkeiten im Park vor der Bärendelle in Essen-Frohnhausen (Haltestelle Essen-West).

Zahlreiche Initiativen und Organisationen werden den ganzen Tag über zeigen, dass es dringenden Bedarf an unkommerziell nutzbaren Räumen für Jugend, Kunst, Kultur und tausend andere Zwecke gibt. Auch das Essener Jugendbündnis ist mit einem Stand vertreten!

Kommt also zahlreich, schaut Euch die verschiedenen Stände an (es ist sicherlich für jeden etwas Interessantes dabei!) und lasst Euch ein bisschen von Musik berieseln, während Ihr Gegrilltes, Kuchen oder Biere vernascht!

Ab 11 Uhr geht’s am Samstag los und zur facebook-Veranstaltung geht’s hier:

marktdermöglichkeiten

Reclaim the City! Demo/Fest/Konzert am 22. März

Am 22. März veranstalten wir gemeinsam mit zahlreichen UnterstützerInnen eine Demonstration in der Essener Innenstadt unter dem Motto „Reclaim The City! Mehr Raum für die Jugend, mehr Platz für uns!“.

Im Anschluss an die Demo wird es ein Fest an der Bärendelle in Essen-Frohnhausen geben, organisiert durch die Bürgerinitiative Bärendelle

Und ausklingen lassen wir den Tag mit dann mit einem Konzert im EMO in Essen-Rüttenscheid, u. a. mit The Coconut Butts!

Macht mit, Ihr seid alle herzlich eingeladen! Geht für Euer Recht mit uns auf die Straße!

Hier kommt Ihr zur facebook-Veranstaltung:

https://www.facebook.com/events/1390874387839498/

reclaim-vorne

reclaim-hinten

Gegen den Neubau der Messe am 19.1. mit JA stimmen!!

Am 19.01. findet der Bürgerentscheid rund um den Ausbau der Messe Essen statt. Der Rat der Stadt Essen will den Messeumbau mit einem Darlehen von 123 Mio. Euro finanzieren. Der Bürgerentscheid will diesen Ratsbeschluss aufheben. Unserer Meinung nach zu Recht:

JA zum Bürgerbegehren – gegen den Messeneubau!

Warum?

– Die Messe Essen ist ein Fass ohne Boden. In den letzten Jahren hat die Stadt Essen mehr als 100 Mio Euro in die Messe gepumpt, da die Messe selber quasi keine Gewinne macht und erst recht die Kredite der Stadt nicht zurückzahlen kann. Das „Darlehen“ von 123 Mio € für den Messeumbau sowie die alten Schulden von über 100 Mio € wird die Messe niemals zurückzahlen können.

– Der Nicht-Ausbau der Messe wird nicht automatisch zu einem Aus der Messe führen. Es bedeutet lediglich, dass die Stadt keine 123 Mio € verschenkt. Beschlossen ist sowieso, dass die Stadt die Messe mit jährlich 13 Mio € unterstützt.

– Seit Jahren sehen wir zu, wie die Jugendarbeit in Essen kaputt gespart wird. Einer der härtesten Schläge war wohl die Schließung des Jugendzentrums in der Papestraße. Begründung dafür war der „Sparzwang“. An dem Messeumbau kann man sehr gut erkennen, dass die Stadt Essen bereit ist, viel Geld auszugeben – aber eben nicht für die Bedürfnisse der Jugend.

– Von der Messe profitieren vor allem die Eigentümer der Hotels. Die Stadt steckt Millionen in die Messe und die Eigentümer der Hotels machen ihre Millionengewinne. Die Stadt sollte dieses Geld lieber in den sozialen Bereich stecken und das Jugendzentrum wiedereröffnen, SozialarbeiterInnen in Schulen einstellen, Sporthallen wiedereröffnen etc.

Hier klicken, um zur facebook-Veranstaltung zu kommen!

messe ja

Auch BSV Essen meldet Raumbedarf in der Bärendelle an!

Auch die BezirksschülerInnenvertretung Essen hat nun Raumbedarf an der ehemaligen Hauptschule Bärendelle angemeldet!

Als Vertretung von ca. 60.000 Essener Schülerinnen und Schülern begründet die BSV Essen wie folgt:

„Eine Schulpolitische Jugend benötigt unabhängige Räume, um Veranstaltungen stattfinden lassen zu können. Für uns als BezirkschülerInnen Vertretung ist es schwierig Räumlichkeiten zu finden, die unseren personellen Ausmaßen gerecht werden. Unsere Bezirksdelegiertenkonferenz fällt daher auch in Relation zu den oben genannten Essener Schülerzahlen eher klein aus. Für unsere inhaltliche Arbeit auf den Bezirksdelegiertenkonferenzen benötigen wir außerdem seminarräume, diese Situation ist in der weststadthalle nicht gegeben. Unser Raum im Bürgerzentrum Villa Rü eignet sich leider nur für kleine Gruppen von maximal 15 SchülerInnen.

Die Zentralität der Bärendelle ermöglicht möglichst vielen Jugendlichen potenzielle Angebote in Anspruch zu nehmen. Jugendliche könnten dort ihrer Wissbegierde und Kreativität in einem politisch unabhängigen Raum freien Lauf lassen. Diese Möglichkeit scheitert häufig schon an den nicht vorhandenen finanziellen Mitteln in vielen Elternhäusern. Jugendliche benötigen außerhalb ihres Elternhauses und ihrer häufig negativ assozierten Schule Rückzugsmöglichkeiten.

Das aktuelle Bildungssystem bietet vielen Jugendlichen nicht den Freiraum der Entfaltung. Eine Stadt lebt vom ehrenamtlichen Engagement, ein Jugend- und Kulturzentrum kann Jugendliche früh an soziales Engagement heranführen und ihnen den Weg zu engagierten Jugendlichen ebnen.

Daher fordern wir die BV III und den Rat der Stadt Essen auf, Jugendlichen und weitergefasst jeder und jedem Erwachsenen den Raum der freien Entfaltung zu stellen.“

Die Bedarfsanmeldung findet Ihr auf der Seite der BSV Essen unter:
bsv-essen.de/raumbedarfsanmeldung-der-bsv-essen